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Tech-Info 09.1: Bruchfestigkeit

Seileigenschaft Bruchfestigkeit

Die rechnerische Bruchkraft eines Drahtseiles ist definiert als der metallische Querschnitt eines Drahtseiles (als die Summe der einzelnen Querschnitte aller Drähte, aus dem ein Drahtseil besteht) multipliziert mit der Nennfestigkeit der Drähte des Seiles. Die Mindestbruchkraft des Drahtseiles ist die rechnerische Bruchkraft des Seiles multipliziert mit dem Verseilfaktor. Die aktuelle oder tatsächliche Bruchkraft eines Drahtseiles ist die Bruchkraft, die bei einem Zerreißversuch dieses Seiles festgestellt wurde. Bei einem neuen Drahtseil muss immer eine aktuelle Bruchkraft erreicht werden, wenn ein Drahtseil nicht flexibel genug ist, muss es zu der Biegung um eine Seilscheibe eines festgelegten Durchmessers gezwungen werden. Dies reduziert die Biegewechselfestigkeit des Seiles. Die genauso hoch oder höher ist als die Mindestbruchkraft. Die Bruchkraft eines Drahtseiles kann erhöht werden durch die Erhöhung des Metallquerschnitts im Seil, beispielsweise indem Litzen mit höheren Füllfaktoren verwendet werden, durch Verdichtung der Litzen, durch Hämmern des Seiles. Die Bruchkraft lässt sich auch erhöhen durch Erhöhung der Zugkraft der einzelnen Drähte oder durch die Erhöhung des Verseilfaktors. Letzteres kann beispielsweise erreicht werden durch die Verbesserung der Kontaktflächen zwischen den Seilelementen oder durch eine Kunststoffeinlage.

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